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Kochen nach Büchern
von 10 1 Nichola Fletcher: Wurst Wurst mögen alle, ob frisch, geräuchert oder gepökelt, und das auf der ganzen Welt: Die schottische Wildzüchterin Nichola Fletcher beschreibt Sorten wie die nordhessische „Ahle Worscht“, die französische „Boudin Noir“ oder die „Kangaroo Sausage“ – ja auch die niedlichen Hüpfer landen in der Pelle. Das Kapitel „Wurst selber machen“ ist etwas für echte Küchenprofis. D&K, München 2012, 224 Seiten, 19,95 Euro Vincent Gasnier: Wein Wein kann man lernen. Am schönsten im Selbstversuch, um sich Schluck für Schluck das Wissen anzueignen. Der in London lebende Sommelier Vincent Gasnier bringt Anfängern bei, auf was es ankommt. Auf Theorie zu Weingeschichte, Rebsorten und Weinregionen folgt ein umfangreicher Teil mit Verkostungstipps. Hinweise zu Lagerung runden das Buch ab. D&K, München 2012, 352 Seiten, 24,95 Euro Sven „Katmandu“ Christ: Soulfood Alligatoren-Eintopf oder geschmorte Eichhörnchen mag nicht jeder. Aber die Südstaatenküche des schwarzen Amerika war eben eine Küche der Armen, da kommt in den Topf, was man so vor der Haustür findet. Aber keine Angst, es gibt auch Rezepte der kreolischen Küche. Den Soundtrack zum Kochen liefert eine beigelegte CD vom Blues des Bo Diddley bis zum HipHop von Goodie Mob. Trikont, 160 Seiten, 21,99 Euro Der Silberlöffel für Kinder Kochen bildet! Man übt Mathe beim Wiegen, Biologie bei den Zutaten, Erdkunde und natürlich auch Lesen. Die britische Foodautorin Amanda Grant suchte 40 Rezepte aus der italienischen Küchenbibel „Der Silberlöffel“ aus, die auch ihre eigenen drei Kinder gerne essen. Von den unvermeidlichen Spaghetti mit Tomatensauce bis zur Hühnerbrust mit Mascarponefüllung. Die Rezepte sind kindersicher nachzukochen. Edel Verlag, Berlin 2012, 100 Seiten, 19,95 Euro Rachel Khoo: Paris in meiner Küche Die malaiisch-österreichische Britin Rachel Khoo reduziert klassische französische Rezepte aufs Wesentliche, um sie in der winzigen Küche ihrer Pariser Wohnung nachkochen zu können. Was dabei herauskam, ist großartig: Der Feigen-Hähnchenleber-Salat ist ein Geschmackshammer, die Mini Boeufs en Croute – Blätterteigteilchen mit Rehfüllung und Armagnac – eine Offenbarung. D&K, München 2012, 288 Seiten, 24,95 Euro Pupesh Pant: Indien – Das Kochbuch Der indische Foodjournalist Pupesh Pant sammelte über 20 Jahre lang Rezepte von Familien auf dem ganzen Subkontinent zwischen Kaschmir und Kerala. Welches von 1001 indischen Rezepten man auf den bunten, an Speisekarten erinnernden Seiten auch sucht: Man findet es in dem voluminösem Wälzer sicher. Ein Glossar von Aam Papad bis Zuckersirup erklärt die wichtigsten der geheimnisvoll klingenden Zutaten und Gewürze. Edel Verlag, Berlin 2012, 816 Seiten, 39,95 Euro Tim Mälzer: Greenbox Der „Küchenbulle“ gibt gern die Rampensau. So übersieht man leicht, dass Mälzer auch ein guter Koch ist. In „Greenbox“ widmet er sich dem Gemüse, was bei ihm oft unter Beilagen lief. Und Mälzer gelingen spannende Rezepte - „Schnelles Sauerkraut mit Trauben und Walnüssen“ oder „Linsengemüse mit geschmorten Petersilienwurzeln“. Wie würde Mälzer sagen: „Da explodiert die Fresse vor Freude“. Mosaik Verlag, 272 Seiten, 19,99 Euro Tim Raue: My Favorite Things Einst Mitglied einer Kreuzberger Straßengang, heute einer der Starköche Berlins: Tim Raue fährt immer wieder ins inspirierende Hongkong und bringt neue Kochideen mit. Im eigenen Restaurant erkochte sich Raue inzwischen zwei Michelin-Sterne. „My Favorite Things“ versammelt über hundert Rezepte, die Fusion von Berlin und Hongkong und einige Geheimnisse von Raues Kunst. Heyne, München 2012, 560 Seiten, 75 Euro Vierich & Vilgis: Aroma Für Fortgeschrittene. Physiker Vilgis und Gastrokritiker Vierich untersuchen: Wie funktionieren unsere Geschmacksrezeptoren? Wie verändert Temperatur die Geschmacksintensität? Und warum schmeckt auch das Kontrastierende? Dazu überraschende Rezepte, in denen man mit Rosmarin nicht nur Lamm, sondern auch wunderbare Schokoladenplätzchen backen kann. Stiftung Warentest, Berlin 2012, 512 Seiten, 34,95 Euro (bis 31. 12. 12) Paulus & Wollenberg: Alles Fisch Hamburger Fischfans kennen das Restaurant Marlin im Norden der Stadt schon lange. Die Küchenchefs Harald Paulus und Michael Wollenberg - alte See-Hasen in ihrer Branche - zeigen, dass die perfekte Zubereitung von Fisch und Meeresfrüchten gar nicht so schwierig ist. Klassiker wie die Sylter Fischsuppe oder Rezepte wie Jakobsmuscheln in Tomatensugo sind sogar erstaunlich leicht nachzukochen. Und gesund ist es auch noch. Edel Books, Hamburg 2012, 144 Seiten, 19,95 Euro
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